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Amerika und Europa vor der Wahl

Mit einem lachendem und weinendem Auge schaue ich auf den letzten verbleibenden Monat meines Auslandsaufenthaltes. In meiner Zeit hier habe ich einige Politiker getroffen. Jedoch sind in allen Konversationen Fragen über die kommende Wahl gefallen.

Mit einem lachendem und weinendem Auge schaue ich auf den letzten verbleibenden Monat meines Auslandsaufenthaltes. In meiner Zeit hier habe ich einige amerikanische, aber auch deutsche Politiker getroffen. Jedoch sind in allen Konversationen Fragen über die kommende Wahl gefallen. Aus Deutschland bekomme ich häufig den Input: Wieso bekommt ein Land mit 333 Millionen Einwohnern es nicht hin, zwei bessere Kandidaten als Trump und Biden zu finden.

In den USA würde ich die Stimmung mit Dortmund-Fans, die auf FC Bayern Fans treffen, vergleichen. Entweder es wird nicht über die politische Meinung gesprochen oder es eskaliert. Was dabei aber interessant ist, ist wie Menschen mit ihrem ganzen Herzen hinter Trump stehen. Biden wird auf der anderen Seite nur von akzeptiert, da er das kleinere Übel neben Trump ist. Er bestätigt selbst nochmal anzutreten, da er der Einzige ist, der ihn bis jetzt geschlagen hat.

Aber aus meiner Perspektive, wer wird wohl gewinnen? Tatsächlich lebe ich in Virginia, der Staat wird als Lila betrachtet. Lila weil Republikaner rot und Demokraten blau sind. Es ist noch nicht sicher welcher Kandidat die Mehrheit hat. Jedoch ist Trump viel präsenter. Neben den unzähligen Plakaten und  T-Shirts mit seinem Gesicht (oder Biden mit Hundekacke auf dem Kopf) ist er auch mehr in Medien vertreten. Emotionen bei seinem Publikum hervorzurufen ist definitiv eine seiner größten Wahlstrategien. Allerdings versuchen beide Parteien hauptsächlich Wähler zu erreichen, die normalerweise keine Stimme abgeben würden. Die politischen Seiten sind so gespalten, dass sich kaum ein Pro-Biden-Wähler von seinem Gegner überzeugen lässt und anders herum. Was allerdings sehr überzeugend sein kann, ist Angst. Trump ist Profi beim Verbreiten dieses Gefühls. Seine Reden drehen sich häufig um Steuern und die Angst vor Immigranten. Solange es einen Sündenbock gibt, spielen logische Argumente nicht wirklich eine Rolle. Man könnte das in etwa so formulieren: “Joe Biden macht euer Benzin teuer und die Migranten nehmen euch alles weg." Im Übrigen sehen sehr viele Trump-Wähler Trump als ihren Retter, der Amerika wieder großartig und traditioneller macht.

Manchmal gibt mir diese Stimmung das Gefühl, dass Menschen vergessen, dass das Amerika, wie wir es kennen, von Migranten gegründet wurde. In New York wurde mir das nochmal vor Augen geführt. Mein Highlight war definitiv eine Dinner Cruise. An der Freiheitsstatue vorbei zu schippern und sich vorzustellen, wie viel Mut (oder Verzweiflung) Menschen hatten, sich damals auf den Weg ins “Land der Freiheit" zu machen, macht mir eine Gänsehaut. Da ich die Stadt im Zuge meiner Klassenfahrt besichtigen durfte, habe ich nicht nur viele Fakten gelernt, aber auch gesehen wie sehr viele Amerikaner stolz auf ihre Diversität sind. Um wieder zum Thema zurückzukommen, der Fokus der Menschen liegt eher auf Trump. Und obwohl Biden Präsident ist, wird in den Medien mehr über seinen blonden Konkurrenten berichtet. Diese Präsenz spielt Trump in die Finger.

Egal wie viel sich darüber philosophieren lässt, bis zur Wahl kann sich noch viel ändern. Wir können das Ergebnis sowieso nicht beeinflussen. Aber sicherlich haben wir Einfluss darauf, wie die politische Reaktion dem zukünftigen Präsidenten gegenüber aussieht. Wir brauchen internationale Beziehungen. Gerade in einer Zeit wo so viele Wahlen und Veränderung ansteht, müssen wir mit unseren Freunden zusammenhalten. Deswegen ist es so wichtig, am 9. Juni bei der Europawahl wählen zu gehen. Weil dann Deine Stimme auch internationale Politik beeinflusst!

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