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Austausch mit der Kongress-Abgeordneten

Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist in den USA extrem groß. Besonders in der Weihnachtszeit kann ich das spüren. Ich hatte die Chance, Jen Kiggans, einer Kongressabgeordneten, genau diese Fragen zu stellen.

Wir alle haben einen Marathon der Feiertage hinter uns. Neben Freude und für einige Trauer war diese Zeit auch ziemlich stressig. Der Albtraum jedes Gastschülers ist für mich wahr geworden. Ich habe meine Gastfamilie gewechselt und bin an Heilig Abend umgezogen. Das mag für einige überraschend kommen, jedoch habe ich einen fordernden Prozess hinter mir. Von der Entscheidung über Gespräche und die Angst, niemanden zu finden, der mich aufnimmt. Umso glücklicher bin ich, dass meine neue Familie mich herzlich empfangen hat. Zusammen mit meinen Gastschwestern Naomi und Grace habe ich sehr amerikanische Feiertage erlebt.

Statt wie in Deutschland ist die Bescherung erst am Morgen des 25. Dezember. Dazu kommen sehr intensiv dekorierte Häuser und ganz viel Konsum. Da es keine Stadtmitte mit Geschäften gibt, konnte man vor allem einen drastischen Anstieg des Stress Levels der Paketboten wahrnehmen. Auch die Parkplätze vor den Shopping Malls waren letzten Monat gepackt. Ich kann verstehen, dass es gemütlicher ist, mit dem Auto vor einen großen Supermarkt zu fahren. Jedoch vermisse ich unsere deutschen Innenstädte mit Cafés und Bäckereien. Wie viel ist es uns wert, gemütlich mit einem Eis in der Hand in der Stadt zu bummeln? Denn unsere Kaufentscheidungen beeinflussen das Angebot.

Natürlich hat nicht jeder die Vorweihnachtszeit mit Shoppingverbracht. Es gibt viele Menschen, die sich diesen Konsum nicht leisten können. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist in den USA extrem groß. Besonders in der Weihnachtszeit kann ich das spüren. Es fehlt die Mitte zwischen “Wir fliegen nach Florida und ich habe “nur” 1000 $ zu Weihnachten bekommen” und den Mitschülern, die keine Geschenke unter dem Baum hatten. Es ist kein Problem, was sich einfach lösen lässt. Um so spannender ist der Blickwinkel, den die Politik auf das Thema hat.

Ich hatte die Chance, Jen Kiggans, einer Kongressabgeordneten, genau diese Fragen zu stellen. Vorab, nicht jeder sieht die gespaltene Gesellschaft als ein Problem. Ich habe das Gespräch genossen. In ihrer Arbeitszeit wechselt sie zwischen Abstimmungen in Washington und Vertretung ihres Wahlkreises vor Ort. Jedoch immer wenn ich versucht habe, die Konversation auf  umstrittene Themen zu lenken, wurde mit sehr verhaltenen Antworten reagiert. Das Gespräch hat mir nochmal verdeutlicht, unter wie viel Druck Politiker in den USA stehen.

Gerade Medien beeinflussen die verhärtete Fronten. Es hat mich geschockt von Frau Kiggans zu hören, wie fremde Leute Werbungen mit fake news über sie im Fernsehen übertragen. Ich weiß nicht wie gut ich meinen Beruf ausführen könnte wenn ich mit der Angst aufwache etwas total gelogenes über mich im Fernsehen zu sehen. Nach dem fast einstündigen Gespräch hatte ich zwar nicht mehr Antworten, jedoch definitiv einen neue Perspektive. Medien haben Macht. Deutsche Medien und Politik sind in diesem Aspekt vielleicht seriöser. Jedoch möchte ich jeden dazu ermutigen, genau auf die Quellen zu schauen, die wir benutzen. Gerade auf Social Media ist es der Job von Menschen, uns zu beeinflussen. Es ist wichtig, Inhalte zu hinterfragen und uns selbst dazu zu ermutigen, unser Weltbild zu erweitern.

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