Berlin, 3. November 2026 – Johannes Steiniger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hat am Dienstag beim ersten POLITICO Competitive Germany Summit in Berlin auf dem Podium diskutiert. Mit der ganztägigen Konferenz brachte POLITICO sein Brüsseler Veranstaltungsformat erstmals nach Deutschland.
Wirtschaft, Staat und Europa an einem Tisch
Im Panel „Standort Deutschland 2030: Wie Wirtschaft, Staat und Europa wieder zusammen an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen“ diskutierte Steiniger mit DIW-Präsident Prof. Marcel Fratzscher, BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner, DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Moderiert wurde die Runde von Romanus Otte.
Offene Märkte statt Abschottung
Als exportstarke Nation ist Deutschland auf offene Märkte und verlässliche Partner angewiesen. Steiniger berichtete von der Asienreise von Bundeskanzler Friedrich Merz, auf der er ihn vergangene Woche nach Singapur, Japan und Südkorea begleitet hatte. Die Botschaft der Reise: Deutschland sucht Partner, die wie wir auf freien und regelbasierten Handel setzen, um Absatzmärkte zu sichern und Lieferketten breiter aufzustellen.

Bürokratie spürbar zurückbauen
Viele Unternehmen bremst weniger der Markt als der Aufwand für Berichtspflichten und Genehmigungen. Steiniger betonte, dass der Bürokratierückbau für das BMWE Priorität hat, in Berlin wie in Brüssel. Entlastungen müssten im Betrieb tatsächlich ankommen.
Reformen für dauerhaftes Wachstum
Die deutsche Wirtschaft ist zurück auf Wachstumskurs, doch die Erholung ist noch nicht gefestigt. Steiniger warb deshalb für Strukturreformen, die Investitionen erleichtern und die Produktivität stärken: von flexibleren Arbeitszeiten über stabile Sozialabgaben bis zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen.



