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Weihnachten und Neujahr ohne Feuerwerk?

Wie auch in Deutschland ist Weihnachten in den USA einer der wichtigsten Feiertage im ganzen Jahr. Obwohl das Gleiche gefeiert wird, gibt es einige Unterschiede, die mir in dieser Zeit besonders aufgefallen sind.

Wie auch in Deutschland ist Weihnachten in den USA einer der wichtigsten Feiertage im ganzen Jahr. Obwohl das Gleiche gefeiert wird, gibt es einige Unterschiede, die mir in dieser Zeit besonders aufgefallen sind.

Schon kurz nach Thanksgiving haben viele Menschen angefangen, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren. Manche Häuser waren, dem Klischee entsprechend, sehr stark geschmückt, andere dagegen nur ein wenig oder sogar gar nicht. Bei meiner Gastfamilie stand der Weihnachtsbaum schon am 1. Dezember komplett geschmückt im Wohnzimmer. Das war für mich ungewohnt, weil wir in Deutschland den Baum meist erst Mitte Dezember aufstellen. Gleichzeitig fand ich es schön, weil man dadurch früher in Weihnachtsstimmung kommt. Auch in der Schule war die Weihnachtszeit sehr präsent. Es gab verschiedene Aktionen wie einen kostenlosen heißen Schokoladenstand oder „Secret Santa“ in meinem Schwimmteam, was mit Wichteln vergleichbar ist. Als Teil des Student Council habe ich bei einigen dieser Aktionen mitgeholfen, was mir viel Spaß gemacht hat.

Ein weiterer Unterschied war der Adventskalender. Dieser hatte hier 25 Türchen, da Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wird. Der 24. Dezember heißt Christmas Eve und wird meistens mit einem Abendessen verbracht. In meinem Fall waren wir an diesem Abend in einem mexikanischen Restaurant und haben uns danach die Weihnachtslichtdekoration am River Walk angeschaut. Die Geschenke wurden erst am Morgen des 25. Dezembers ausgepackt. Zusätzlich gab es sogenannte Stockings, also Socken, die am Kamin hängen und mit kleinen Geschenken gefüllt sind.

Anders als in Deutschland sind Weihnachtsplätzchen nicht sehr verbreitet in den USA, daher habe ich etwas Deutschland in die USA gebracht, indem ich typische Weihnachtsplätzchen wie Vanillekipferle oder Marmeladen-Plätzchen gemeinsam mit meiner Gastschwester gebacken habe. Außerdem habe ich ihnen von der deutschen Tradition des Nikolaus Stiefel vor der Tür am 6. Dezember und wie meine Familie in Deutschland ihr Weihnachten verbringt, erzählt.


Über die Feiertage bin ich mit meinem Gastvater und meiner Gastschwester nach Breckenridge in Colorado gefahren, um dort Ski und Snowboard zu fahren. Der Wetterunterschied zu Texas war für mich sehr deutlich, da es in San Antonio im Dezember häufig noch sehr warm ist. Umso schöner war es, wieder Schnee zu sehen. Am ersten Tag hat es sogar noch einmal geschneit, sodass die Pisten richtig gut waren. Mein Gastvater und meine Gastschwester sind Ski gefahren, während ich Snowboarden war. Neben dem Skifahren haben wir auch andere Dinge unternommen. Wir waren im Kino und haben uns den neuen Avatar-Film angeschaut. An einem anderen Tag haben wir eine alte Goldmine besucht, was ich sehr spannend fand. Anschließend konnten wir sogar ausprobieren unser eigenes Gold zu schürfen. Gegen Ende der Reise waren wir noch in kleinen Touristen Geschäften in Breckenridge shoppen. Am letzten Tag haben meine Gast Schwester und ich Ski und Snowboard gewechselt, sodass ich ihr Snowboarden beibringen konnte. Nach ein Paar Grundlagen sind wir zusammen mit dem Lift nach oben gefahren und sie hat ihre ersten Kurven ausprobiert.

Ich war sehr dankbar, dass meine Gastfamilie sich entschieden hat mich mit nach Colorado zu nehmen, allerdings ist es nicht Selbstverständlich für Austauschschüler so etwas mit ihrer Gastfamilie zu machen, daher habe ich mich umso mehr darüber gefreut. Am Ende der Reise waren wir alle müde und sind am nächsten Morgen 14 lange Autofahrtstunden zurück nach San Antonio gefahren.

Meinen Start ins neue Jahr habe ich etwas außerhalb von Houston gemeinsam mit einer Freundin verbracht. Wir waren bei ihrem Onkel zu Besuch und haben dort viel sehr leckeres Essen gegessen. In dieser Gegend außerhalb von Houston ist mir etwas aufgefallen, das ich so vorher nicht kannte. Viele Menschen haben Kappen oder Kleidung mit politischen Aussagen getragen, zum Beispiel mit republikanischen oder pro-Trump-Aufschriften. Das war für mich ungewohnt, da viele meiner Klassenkameraden in San Antonio eher einen demokratischen Standpunkt haben ist und Politik dort im Alltag weniger offen gezeigt wird. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie unterschiedlich Menschen und Meinungen selbst innerhalb eines Bundesstaates sein können.

Um Mitternacht gab es ein eher ruhiges Feuerwerk, da wir in einer ländlichen Gegend waren und viele Farmer ihre Tiere nicht erschrecken möchten. Am nächsten Morgen haben wir einen Neujahrsspaziergang durch einen der über 80 Texas State Parks gemacht. Dort gab es viele alte Bäume und auch einige Alligatoren. Anschließend ging es wieder zurück nach San Antonio, wo kurz darauf die Schule wieder angefangen hat.

Insgesamt waren Weihnachten und Neujahr in den USA für mich eine sehr besondere und schöne Erfahrung. Auch wenn man seine Familie in Deutschland an Feiertagen vermisst, kann ich durch das PPP viele neue Eindrücke sammeln und viel über das Leben, die Kultur und den Alltag in den USA lernen, die das alles zu einer einmaligen Erfahrung machen.

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