Der Prom steht bei fast allen Austauschschülern ganz oben auf der Bucket List – bei mir war das nicht anders. Ähnlich wie der Abiball in Deutschland wird hier der Abschluss der Schulzeit gefeiert, doch es gibt einige spannende Unterschiede.
Anders als in Deutschland findet der Prom schon vor der eigentlichen Graduation statt. Man feiert also, noch bevor man alle Tests abgeschlossen und das Zeugnis offiziell in der Hand hat. Theoretisch könnte man nach dem Abschlussball also noch sitzen bleiben, auch wenn die Lehrer hier wirklich alles geben, um das zu verhindern. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Prom ein reines Schüler-Event ist – Eltern sind nicht dabei. Außerdem werden Prom King und Queen gekürt; eine Tradition, die man aus unzähligen Highschool-Filmen kennt, die es so in Deutschland aber nicht gibt.
Mein Prom-Tag begann ähnlich wie schon bei Homecoming: Ich habe mich mit meiner Freundesgruppe bei einer Freundin zum Brunch getroffen. Wir haben zusammen gegessen und unsere Blumensträuße (Corsages) selbst gebastelt. Danach haben wir uns fertig gemacht und sind zu einem Foto-Spot gefahren, um unzählige Bilder zu machen. Da wir danach ziemlich hinter unserem Zeitplan waren, musste es beim Essen schnell gehen: Wir sind im schicken Outfit zu In-N-Out gefahren. Das ist zwar kein typisches Prom-Essen, allerdings beschreibt diese Situation mein Auslandsjahr ganz gut: Es läuft nicht immer alles nach Plan, aber oft ist genau das die Chance für etwas noch Besseres! Der spontane Stopp bei In-N-Out war am Ende ein richtig cooles Highlight, das wir sonst verpasst hätten und die Burger waren im Prom Kleid sowieso unschlagbar. Gegen 21 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zur Location.
Das Motto war „Once upon a Fairytale“, passend dazu war alles wunderschön im Stil von Die Schöne und das Biest dekoriert. Anders als beim Homecoming-Tanz dürfen zum Prom nur Juniors und Seniors (also die 11. und 12. Klässler), weshalb wir deutlich weniger Schüler waren. Gefeiert wurde auch nicht in der Schulkantine, sondern in einem extra gemieteten Saal. In unserem Fall war die Location eine riesige Halle in einem Country Club. Deshalb waren die Tickets mit 65 Dollar zwar etwas teurer, aber im Vergleich zu anderen Schulen immer noch im Rahmen, da man dort manchmal über 100 Dollar bezahlen muss.
Nach dem Tanz hatten wir noch ein Sleepover bei einer Freundin, bei dem wir den Abend noch schön ausklingen lassen haben. Insgesamt war es eine super Erfahrung, diesen Teil der amerikanischen Kultur einmal selbst mitzuerleben!


